Verfasst von: kathapicco | 15. Juli 2008

Der kleine Linguist in mir…

… hat was gegen alle Arten der Sprach-Verhunzung.
Ich weiß, ich rede Dialekt und hab selbst/selber nicht immer die hunderprozentig richtige Grammatik, weil das ist halt so, wenn man Schwabe ist.

Nichtsdestotrotz bin ich vor allem sehr allergisch gegen Abkürzungen. (Mit Rechtschreibfehlern usw. hab ich mich mittlerweile ja schon fast abgefunden.)
Aber es gibt da seit 3-4 Jahren diesen nervigen Trend, ALLES abzukürzen und zu verniedlichen. Sprachökonomie nennt sich das, haben wir neulich im Proseminar gelernt.
Ein paar Beispiele, die mich an die Decke gehen lassen:
- Stuggi, Tübi, usw. – Abkürzungen von Städtenamen. Widerlich.
- Schlafi und Kühli und *würg* – was soll das denn? Ich mein, bei uns gabs damals auch den “Kindi” und die “Hausis”, aber langsam dehnt sich das in einem Maße aus, in dem es nicht mehr schön ist…
- Disse für Disco – was bringt das denn? Absolut NULL Wortersparnis, beides zweisilbig, macht doch gar keinen Unterschied!

… So auf die Schnelle fallen mir keine weiteren ein, außerdem muss ich jetzt Altspani schreiben… :-D

Ach halt, einen hab ich noch: jegliche Verballhornungen des Wortes “Geburtstag”. Da gibts im StudiVZ wieder ne sehr passende Gruppe: “Es heißt Geburtstag! Nicht Burzeltag und auch nicht Börsday!”


Antworten

  1. He, in der Gruppe bin ich. Ich find nämlich auch, dass sowas überhaupt nichts bringt.

    Allerdings sag ich au gern “A Bierle” weil des isch schwäbisch =D

  2. Was mir noch so einfällt: wie siehts eigentlich mit Anglizismen aus?
    Die find ich persönlich ganz und gar, einfach völlig schrecklich.

  3. Naja, prinzipiell hast du Recht, Anglizismen können auch nerven, aber die Abkürzungen find ich viel schlimmer!
    Neu: Schwiemu für Schwiegermutter… grässlich!


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