… was mir gestern passiert ist?
Plötzlich klingelt mein Handy und als ich rangeh, spricht mich jemand auf Französisch an. Ja, sie sei die Frau soundso und sie sucht ein Aupair für das nächste Jahr. -
ÖHM. Ja. Womit kann ich dienen? – Ob ich denn Lust hätte zu kommen, sie wohnen in Bourges, hier in der Nähe gibts ein Konservatorium für Musik, eine Sprachschule, bla bla bla… ach ja, und Kinder hätten sie auch, wurde mal so im Nebensatz erwähnt. -
Gute Frau. Ich war fünf Monate in Frankreich. Das reicht, besten Dank. -
Aber ich könnte mein Französisch verbessern, und das noch machen und jenes noch machen und dahin sinds nur 10 min und dahin nur 5 und nach Paris nur xxxx. -
Das ist mir alles wurscht, mir reichts vorerst mal mit Frankreich, mein Französisch ist so weit ok (auch wenn es mir schwer gefallen ist, “oui” zu sagen anstatt “sì”) und überhaupt fängt bei mir die Uni bald wieder an, ich hab jetzt schon ein Semester “vergeudet” und hab nicht die Absicht, nochmal zwei weitere zu verplempern, nur weil Madame auf den letzten Drücker ein Aupair sucht.
(Versteht mich nicht falsch, sie war am Anfang sehr sympathisch und nett, aber nachdem ich ihr zum dritten Mal gesagt hab, dass ich mein Studium fortsetzen muss und will und sie trotzdem jedes Mal mit “Aber dann mach doch nächstes Jahr weiter, ein Aupairjahr ist sooo reich an Erfahrungen usw.” kam, hats mich nur noch genervt.)
Ich werd im Oktober ganz normal an die Uni zurückkehren und weder nach Frankreich noch sonst wohin fahren, und wenn ich wieder weggehe, dann nach Spanien, Frankreich ist vorerst abgehakt. Für die Semesterferien schließ ich es mal nicht aus, aber ein ganzes Semester in Frankreich (oder sogar zwei, wie sie das wollte!) wirds so schnell nicht mehr geben.
Nun ja. Ich hab mein Profil bei Aupairworld ja nicht umsonst gelöscht. Aber sie hatte meine Telefonnummer noch von letztem Jahr, anscheinend haben wir da mal gemailt (kann ich mich zwar nimmer dran erinnern, aber was solls) und nun: “Und da hab ich mir gedacht, ich suche mir wieder ein Aupair und zwar die Katharina (ich hasse es, wenn mein Name französisch “KatharinA“, also mit Betonung auf dem letzten a, ausgesprochen wird), denn die spielt ja Klarinette und hier in der Nähe gibts ja ein Konservatorium, das ist nur fünf Minuten entfernt und eine Sprachschule und nach Paris sind es nur…” – NEIN, DANKE!!

